* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Abonnieren



* Freunde
    exhausted
    miss-charming
   
    live.believe

   
    christ-blog

   
    tagebuch-einer-liebenden

   
    musiktantchen

   
    airballoon2252

    - mehr Freunde

* Letztes Feedback






Im Loch

Ja, es ging mir wirklich gut. Ich habe es geschafft, an den Wochenenden was zu unternehmen, ohne nur schlafen zu wollen. Unter der Woche war ich weniger überfordert, aber gefordert und das tat auch gut. Mit Geoff lief es gut, wir hatten Spaß.

 

Ging, hatte... ja, das ist nämlich wieder vorbei. Die Sorge die ich hatte, dass dies nur eine Phase ist, hat sich nämlich wieder bewahrheitet. Wieder ganz langsam kamen diese depressiven Schübe angeschlichen und brachten Angst. Ich wollte mich nicht wieder verstecken, nicht wieder SO schlecht fühlen. Wie ein kleines schwarzes Monster greift es nach mir und packt mich. Lässt mich weinen. Macht mich müde. Macht keinen Spat. Tag für Tag... 

 War ich im ersten Anlauf überwiegend gereizt und habe mit Wut reagiert, fühle ich jetzt nur Tränen. Ich heule dauernd! Ich könnte jederzeit los weinen. Dauernd habe ich dieses Gefühl und denke nur, ich will die Wut zurück. Mit Wut kann ich umgehen. Aber nicht mit dieser Trauer und dieser Hilflosigkeit. Vor zwei Wochen bin ich plötzlich vor meiner Chefin in Tränen ausgebrochen. Es war peinlich, aber sie kennt ein bisschen meine Situation und hat echt super reagiert. Kleinigkeiten regen mich nicht mehr derart auf wie sonst, sondern lassen mich in dem Ärger weinen. Träne um Träne und ich mag diese Tränen nicht mehr. Streiteren mit Geoff lassen mich in Tränen ausbrechen. Früher, auch bei anderen, bin ich wütend geworden, nachtragend. Aber nie eine Heulsuse.

Deshalb war ich letzte Woche wieder zu Hause. Anfangs habe ich geweint, bin ich im Bett geblieben, habe Serien geguckt und geschlafen. Donnerstag hat Geoff dann den Fernseher aus dem Schlafzimmer ins Wohnzimmer gestellt, die Gardinen aufgerissen und mich so dazu genötigt, dass ich zum TV gucken aus dem Bett musste. Hat irgendwie gewirkt. Das Wochenende war auch besser. Ich war zwar sehr müde aber ich konnte aufstehen, freiwillig, und etwas unternehmen.

Laut Therapeut folgt diese Phase aus dier hilflosen Überforderung, in der ich mich sehe. Dadurch, dass ich mich zwischen Stühle gesetzt fühle. Wegen der Doppelbelastung Abendschule und Fulltime-Job. Meiner unfassbaren Selbstkritik. Und schon sitze ich auch vor meinem Therapeuten und weine. Diese Tränen sollen aufhören!

Wütend bin ich auch noch immer und gereizt. Und immer so müde. Überfordert. Ich habe keine Ahnung, wie ich weiter arbeiten soll, fühle ich mich so unzulänglich dafür. Es ist so schwer, so anstrengend diesen Tag jeden Tag aufs neue zu bewältigen. Sogar nachts fehlt die Ruhe. 

Langsam hat der ganze Scheiß Auswirkungen auf meine Beziehung. Geoff ist auch gereizter und jetzt streiten wir uns dauernd. Andauernd. Wegen Kleinigkeiten, wegen unnötigen Kleinigkeiten. Bis einer den Raum verlässt. Und ich wieder weine, er mich trösten will, ich aber nicht kann. Nähe zuzulassen ist so schwer... Und dieses Hinderniss verstehe ich nicht...

 Heute morgen sagte Geoff, es sei ironisch, dass ich seine Hand weglege wenn ich wach bin, weil ich die Nähe nicht will, wenn ich noch angefressen bin, mich im Schlaf aber an ihn klammere.Ja, weil ich ihn brauche. Ihn und seine Nähe. Aber die Hürde nicht überspringen kann.  Ich habe keine Ahnung was ich tun soll. Auf Abstand gehen, mal eine Nacht bei mir schlafen? Oder macht das alles schlimmer, reißt das vielleicht ein Loch?

Ich habe nur Fragezeigen im Kopf und Tränen in den Augen. Und das auch noch mitten in der Klausurphase. Zum kotzen. Oder zum heulen?

19.5.15 13:06
 
Letzte Einträge: Depressionen, Stufe für Stufe, Halbjahr


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung