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Die Verflossenen

Tja, wenn ich ja nicht mehr über die neusten Eroberungen schreiben kann, da ich meinen Prinzen ja gefunden habe, muss ich halt mal den Stand zu den alten berichten.

 

Mike

Mike schrieb mir, nach dem ich ihm mitgeteilt hatte, dass ich da was ernsteres am Laufen habe (bevor wir zusammen waren) jedes Wochenende nachts zwischen 3-4 Uhr am morgen. Es waren Nachrichten wie, dass es Momente gibt, in denen man die Single-Nachbarin vermisst, wann ich wieder Single wäre und ob ich mich melden würde, wenn es soweit wäre. Dies hielt etwa 5 oder 6 Wochen an. Karneval dann nichts mehr. Ich antwortete ihm jedes Mal. Ich sagte ihm, dass ich nicht sobald vorhabe, wieder Single zu werden, dass wir uns für derartige Treffen nicht mehr sehen würden etc. Bei der ersten Nachricht verspürte ich noch ein bisschen Wehmut, vermisste das Abenteuer. Aber danach, ja danach war meine Reaktion selbstbewusst und ehrlich, ich blickte nicht zurück und fand es nicht schlimm, Mike eine Abfuhr zu erteilen. Es machte mir nichts aus. Weil ich meinen Prinzen hatte und es mir an nichts fehlen musste und  muss.

 

MR

MR, mein Ex aus dem schönen Süden, schrieb mir kurz vor Karneval. Er und seine neue Bitch (sorry, aber ist sie wirklich) würden Mittwoch bis Donnerstag ins Rheinland  zu seiner Tante fahren. Ja, vielleicht würde man sich ja sehen. Ja, vielleicht. Ich weiß nicht ganz, was ich da fühlte. Ein bisschen Angst, bisschen Wut. Aber ich hatte nicht das Verlangen danach, ihn zu treffen, so wie ich dachte, dass es sein würde, würde dieser Tag einmal kommen. Karneval begann und er schrieb mir jeden Tag, fragte jeden Tag nach meinen Plänen und berichtete von seinen. Freitags überlegte er dann, auf die gleiche Veranstaltung zu gehen, für die ich auch Karten hatte. Wir hatten uns letztes Jahr einen Tag nach unserem Kennenlernen dort getroffen.

Er fragte dann, ob es für mich oder meinen Leuten ein Problem wäre, ihn zu treffen. Ich musste überlegen. Wäre es ein Problem für mich...? Ich entschied: nein! Weil er mir nichts mehr bedeutete. Ich wusste aber, dass Geoff es nicht freuen würde und auch meine beste Freundin nicht begeistert wäre. Ich sagte ihm also, dass es kein Problem wäre besonders wenn es nur um sich mal sehen geht und nicht ums gemeinsame feiern, was ich problematisch in Anbetracht von Geoff gefunden hätte. Er meinte okay. Ich berichtete dies Geoff und er war natürlich alles andere als begeistert. Verständlich irgendwo. Meine beste Freundin schrieb mir dann, dass sie ihn bereits gesehen hatte.

Als ich dort war, war es ein komisches Gefühl zu wissen, dass er da war. Ich fühlte mich beobachtet. Aber ich laufe des Abends vergaß ich es. Ich dachte nicht mehr an ihn oder daran, dass er da war. Er schrieb mir am nächsten Tag, dass er mir zugeprostet hatte, ich aber nicht reagiert hatte. Ob er so gut verkleidet war? Mhm, seit wann ich mich einfach von der Seite anquatschen lasse? Ich hatte ihn nicht erkannt. Und jetzt gehen wir wieder getrennte Wege und das ist auch gut so!

 

AN

Tja, aus AN lerne ich noch heute. Sowas passiert mir nicht noch einmal. Die Freundin, die er auf meinem Geburtstag angemacht hatte, hat mir letzte Woche erzählt, dass sie glaubt, dass er in einer Bar in der Stadt arbeitet. Sie glaubt ihn dort gesehen zu haben. Nur damit ich vorgewarnt bin und nicht hinein stolpere, womöglich mit Geoff.  Ich weiß, welche Bar ich in Zukunft meide... Denn sonst würde ich ihm vermutlich den Kopf abreißen.

12.3.15 11:46


Auf und ab...

Mein Zustand nervt mich immer mehr. Es ist wieder ganz typisch. Ich habe gerade viel um die Ohren, auf der Arbeit ist Krankheits- und Urlaubszeit und dann hab ich auch noch Klausurphase. Kein Wunder, dass ich letzte Woche wieder  in einer depressiven Phase gefangen war und das ganze Wochenende nicht mit notwendigem lernen verbracht habe, sondern schlafend im Bett. Ich war so vollkommen erschöpft, dass ich zum Essen mal wach war, um dann direkt vor Erschöpfung weiter zu schlafen. Abends bin ich ein bisschen vor die Tür gegangen. Um dann wieder eine Migräneattake zu bekommen.

Heute bin ich daher zu Hause geblieben. Zum einen, weil ich wieder echt schwer wach wurde und zum anderen, weil ich wieder Kopfschmerzen hatte... 

Heute Mittag finde ich dann hoffentlich etwas Energie zum lernen, weil die Klausuren es echt in sich haben. 

Geoff hat dann letzte Woche auch das bisher volle Ausmaß meiner "Erkrankung" zu spüren bekommen. Es war so schlimm, dass er die Fehler bei sich gesucht hat. Das tat, trotz des oft tauben Gefühls, schon weh, weil es ja eben nicht so war. Er hatte nichts falsch gemacht. Aber wie kann ich ihm erklären, was dann in mir vor geht? Dass ich keinen Einfluss darauf habe... 

Ich habe es versucht und ich hoffe, er hat es ein wenig verstanden. Auch wenn es nicht leicht war. Ich konnte mich dann auch wieder ein bisschen ihm annähren, da ich die letzte Woche auch ziemlich auf Abstand gegangen bin. Das tat ihm dann auch wieder gut, und mir auch. 

Es tut mir leid, was für ein Päckchen ich ihm da auftrage. Aber er sagt, er will mir beistehen und mich unterstützen. Ich hoffe nur, dass er nicht doch noch irgendwann die Schnauze voll hat. Aber noch viel mehr hoffe ich, dass ich bald wieder überwiegend gute Tage habe, an denen ich das Wetter wie zB am Wochenende, auch wirklich genießen kann.

9.3.15 13:00


Taub

Es ist kein wahres auf und ab, denn auf, komme ich selten. Letzte Woche war eine gute Woche. Wirklich gut. Ich fühlte mich fit, war fit, sah gesünder aus, hatte Energie und ich konnte guten Gewissens sagen "Mir geht es gut". Ich habe mir nicht den Kopf zerbrochen über alles mögliche. Ich konnte morgens bequem aufstehen und abends müde ins Bett fallen und einschlummern. Ich habe geredet und ich habe gelacht. Mir ging es einfach gut.

Und dann kommt Sonntagabend und es ist wieder wie zuvor. Abends ist mir die Welt wieder zu viel. Lieber ausschalten, abschalten und Ruhe haben. Ich wollte nicht reden, wollte keine Nähe, keine Distanz aber insgesamt war es mir einfach egal. Das hielt auch bis Dienstag an und Dienstag ging es dann wieder etwas. Geoff hat sich Sorgen gemacht, wollte wissen, was los ist. Aber wie erklärt man etwas, was man nicht erklären kann? Ich hab einfach gesagt, dass ich nicht reden will und alles okay ist. Richtig realisiert habe ich das nicht, erst als mir anfing die Nähe zu fehlen. Er hatte außerdem die Sorge, dass er was falsches gesagt hat oder was falsch gemacht hat. Hat er aber nicht. Er bietet mir an, mir Freiraum zu geben und eine Nacht zuhause zu schlafen. Aber das will ich gar nicht. Die Vorstellung, dass er abends dann nicht kommt, dass er nicht da ist, finde ich furchtbar.

Es gibt Tage, wie heute, da will ich nur noch schlafen. Ich will nicht reden, ich will auch sonst nichts, außer schlafen. Decke über den Kopf und alles ausschalten. Abends nach dem Essen, zu dem Geoff mich immer bewegt, ins Bett, die Serien gucken und dann einschlummern. Es gibt Momente, da könnte ich einfach heulen, auch heute. Gründe gibt es dafür oft nicht. Es ist einfach ein Gefühl.

Gleichzeitig fühlt sich alles so gleichgültig an. So egal. So taub. Ich bin empfindlich und reizbar. Und ich nerve mich selber. Wie erträgt Geoff das nur? Natürlich denkt er, dass es an ihm liegt, wenn ich mich von jetzt auf gleich vollkommen zurück ziehe. Ich würde nichts anderes denken. Dabei versucht er mich so gut es geht zu unterstützen. Fährt mich überallhin, holt mich ab, geht Einkaufen, kocht an den Abenden, an denen es mir nicht gut geht, bringt mir Tee und Wärmflasche, wenn ich Bedarf habe, nimmt mich in den Arm und sagt "Wir kriegen das wieder hin". Das ist ein schönes Gefühl.

Aber es nervt mich. Ich will dieses Tief nicht. Ich will dieses dauernde Ruhebedürfnis nicht, dieses Gefühl, dass alles zu viel ist. Ich will keine dauernden Bauch-, Kopf- oder Rückenschmerzen, keine Übelkeit. Keine Abgeschlagenkeit, keine Müdigkeit. Keine Gereiztheit, keine Empfindlichkeit. Es soll mir wieder gut gehen. Wie letzte Woche, auch wenn da gelegentlich Rücken- oder Kopfschmerzen waren. Aber es tat einfach gut. Ich hatte das Gefühl zu leben.

Ich hoffe ich tanke ein bisschen Energie in meinem anstehenden Urlaub in zwei Wochen. Mit Geoff geht es erst 4 Tage nach Hamburg, dann 4 Tage an die Nordsee. Nächste Woche legen wir noch einen Saunatag ein. Das wird gut tuen. 

26.2.15 14:24


Zusammenleben

Wenn man als Paar viel Zeit miteinander verbringt, sehr viel Zeit, ist das natürlich eine schöne Sache. Etwas abgedämft wird das, wenn einer in der WG wohnt. Schwierig wird das, wenn beide in einer WG wohnen. Und das ist bei uns zumindest noch der Fall.

So gemütliche, verkuschtelte Sonntage im Wohnzimmer auf der Couch vor dem Fernsehr sind mit Ruhe kaum vereinbar. Denn entweder sitzt wer dabei, jemand kommt herein, der Lärmpegel steigt und selbst wenn wir die Wohnung alleine haben, ist die Gefahr groß, dass irgendwann irgendwer nach Hause kommt, womöglich mit Leuten im Schlepptau. 

Man kuschelt sich gemütlich ins Bett mit wenig (oder gar keinen) Klamotten, aber wenn man z.B. nur allein ins Bad will, muss man sich wieder vernünftig anziehen. In Ruhe kochen eine Seltenheit denn, es ist wie mit dem Wohnzimmer, es läuft immer jemand durch. So hin und wieder ist das ja kein Thema. Aber eins ist echt Mist: in WGs bist du nie allein. Hat seine Vorteile, ja. Aber nicht als junges verliebtes Paar.

Neulich wollten wir einen Film bei mir im Wohnzimmer gucken zusammen mit einem meiner Mitbewohner. Alles kein Thema. Bis der nächste Mitbewohner kam, die Unterhaltung zwischen den beiden Mitbewohner nicht mehr enden wollten und einfach eine Unruhe und Lautstärke rein kam, die die Gemütlichkeit vertrieb. Oder letzte Nacht, was jetzt nicht als Paar stört, aber trotzdem nervig war. Einer meiner Mitbewohner hatte Besuch von einem Freund zum zocken. Der andere hat sich dazu gesellt. Es war schon am Abend um 9 Uhr echt laut. Trotz geschlossenen Türen haben die Herren der Schöpfung aber so einen Lärm und Gebrüll veranstaltet, dass ich nachts mehrfach wach geworden bin oder nicht mehr einschlafen konnte. Rücksichtnahme - Fehlanzeige. 

Aber, zumindest mit einer WG ist demnächst Schluss. Geoff hat sich mit seinem Mitbewohner/Dauerkiffer/unfairer und penibler Mensch gestritten und das ging ihm so an die Substanz, dass er ihm mitgeteilt hat, für den Scheiß zu alt zu sein und ausziehen wird. Gekündigt hat er und jetzt ist er/sind wir fleißig auf der Suche nach einer Wohnung. Auch wenn ich es schade finde zu sehen, wie das meinem Liebsten an die Substanz geht, finde ich die Entscheidung auch für uns als Paar nicht schlimm. Weil wir dann endlich einen Ort haben, an dem wir als Paar mal alleine sind. Sind wir realistisch, wissen wir alle, dass wir die meiste Zeit dort verbringen werden. Aber ich freue mich auf die Sonntage, an denen niemand stört, an die Abende, wo ich ohne Klamotten ins Bad schlurfen kann und wir insgesamt einfach die Zeit für uns haben. 

Wir haben natürlich auch darüber gesprochen zusammen zu ziehen. Das ist ein logischer Schritt, wenn man bedenkt, dass wir seit Weihnachten jeden Tag miteinander verbringen und das mittlerweile auch selbstverständlich ist und sich nicht ändern wird. Es würde einiges einfacher machen. Keine Klamotten die von A nach B geschleppt werden müssen, der finanzielle Aspekt, das wir nur noch eine Miete zahlen und wir gemeinsam unser Nest haben, sodass jeder zur Ruhe kommen kann. Aber dennoch will ich diesen Schritt noch nicht gehen. Zum einen, weil einer meiner Mitbewohner u.a. wegen mir nach Köln gezogen ist, die WG noch nicht lange besteht und ich dann nach einem halben Jahr wieder ausziehen würde, mich das ganze aber auch eine Menge Geld gekostet hat. Und ich mag meine WG und meine Jungs ja. Ich will noch ein bisschen warten bis sich die Beziehung gefestigt hat. Warum etwas überstürzen, wenn wir alle Zeit der Welt haben? 

Ich weiß. Nach einem Monat sind solche Gedanken vielleicht zu früh. Aber was will man machen. Wenn es passt, dann passt es eben.

5.2.15 07:59


Liebe. Perfekt?

Mein letzter richtiger Eintrag ist ja jetzt auch schon wieder eine Weile her... wow. Aber hey, es geht mir eigentlich wirklich gut. Ja, der Körper macht noch nicht so ganz das, was ich will, aber wir sind auf einem guten Weg.

Geoff ist wirklich unglaublich. Er ist ein unfassbar toller Mann. Verrückt, wie nah er mir steht und wie wichtig er mir ist nach dieser kurzen Zeit.  Vor 8 Wochen haben wir angefangen zu schreiben und uns das erste Mal getroffen. Seit fast 6 Wochen habe ich keine Nacht mehr ohne ihn verbracht und jetzt kann ich es mir auch nicht mehr vorstellen. Meine eigene innere Rebellion dagegen habe ich dran gegeben und lasse diese "Abhängigkeit" jetzt zu. Es ist einfach schön, abends mit dem Kopf einer seiner Brust und verknoteten Beinen einzuschlafen. Oder ganz fest von ihm gehalten zu werden. Und selbst wenn wir nicht so eng beinander einschlafen ist es ein tolles Gefühl zu wissen, dass die Möglichkeit da ist, mich anzukuscheln und morgens neben ihm wach werden. Auch der Sex ist unfassbar schön. Schön und intensiv. Ich habe es ja schon immer gesagt, wenn Gefühle im Spiel sind, ist es gleich viel schöner.

Wir streiten uns. Aber das ist nicht schlimm, wenn auch vielleicht ungewöhnlich in diesem frühen Stadium einer Beziehung. Aber wir sind beide Sturköpfe und wir sind beide Personen, die ihre Meinung vertreten. Dann zicken wir uns ne halbe Stunde an, reden fünf Minuten nicht miteinander und dann ist alles wieder super. Ich habe lieber einen Freund wie Geoff, der zu seiner Meinung steht und mir sagt, wenn ich wieder durchdrehe (oder umgekehrt) als einen Ja und Amen Sager, der alles hin nimmt. Wir ergänzen uns da ziemlich gut. 

Wir können über alles reden, ganz offen und ganz ehrlich. Ich weiß so viel aus seiner Vergangenheit, seine gesamte Familiengeschichte, alles. Dinge, die man jemanden vermutlich eher nicht erzählen wollen würde, aus Angst, denjenigen zu vergraulen. Aber, es ist wirklich erschrenkend, es vergrault mich nicht. Ich nehme es zur Kenntnis, gehört zu der Person, die jetzt an meiner Seite ist. Solange er dies alles hinter sich lässt und nicht weiter macht und es Vergangenheit ist, ist es mir egal. Ich schätze den Menschen, der er jetzt ist.

Es ist faszinierend einen Mann an meiner Seite zu haben, der den gleichen Blick in die Zukunft hat wie ich. Wir können uns eine gemeinsame Zukunft vorstellen, so richtig klassisch. Haus bauen, Familie gründen, Baum pflanzen. 

Er hält mich im Arm, wenn es mir nicht gut geht und sieht meine Sorgen als unsere Sorgen an. Er unterstützt mich. Gerade ist er allerdings derjenige, der die größeren Sorgen hat. Aber ich finde es schön, ihm dabei zu helfen und ihm das Wir-Gefühl zu vermitteln, dass er diese Last nicht alleine tragen muss. So wie er es mir auch zeigt. 

Es ist einfach perfekt. Unfassbar. So sehr ich mir genau das immer gewünscht habe, ist es einfach unglaublich, dass ich genau das auch bekommen habe. Also liebe Freunde ohne Hoffnung: gebt nicht auf. Es kommt immer anders als man denkt und manchmal eben wunderschön.

Er hat mir im übrigens schon ganz süß seine Liebe gestanden. Nicht zum ersten Mal, aber zum ersten Mal wirklich ernsthaft, so mit ein bisschen Überwindung und Nervosität. So schön! Allerdings möchte ich mir mit der Erwiderung noch Zeit lassen. Und auch das versteht er. Einfach glücklich. Einfach perfekt.

2.2.15 14:04


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